Waldsassen – Erfolgreiche Tage für die Schleierfahnder

Auf recht erfolgreiche, und deshalb auch arbeitsreiche Tage können die Schleierfahnder der Polizei Waldsassen zurückblicken.

Den Anfang machte am Montagnachmittag ein Pärchen aus Mittelfranken. Nach der Anhaltung der beiden keimte bei den Fahnder der Verdacht des Drogenschmuggels auf, da sie recht unterschiedliche Geschichten über ihre Fahrt nach Tschechien erzählten. Bei einer Durchsicht des Autos konnte dann unter dem Beifahrersitz in einer Zigarettenschachtel versteckt ein Tütchen mit mehreren Gramm Crystal Meth entdeckt werden. Aber die Fahnder ließen nicht locker und so gab die Fahrerin schließlich zu, noch ca. 20 Gramm Marihuana in ihrem Körper über die Grenze geschmuggelt zu haben. Beide wurden wegen gemeinschaftlichen Drogenschmuggels angezeigt.

Weiter ging es bei einem jungen Mann aus Tschechien mit Wohnsitz in der nordöstlichen Oberpfalz. Er war mit seiner Freundin gerade auf dem Heimweg. Bei ihm konnten in seiner Sporttasche auf der Rücksitzbank über 12 Gramm Marihuana gefunden werden.

Die nächste Anzeige kassierte ein Ukrainer, der im Oberbayerischen wohnt. Zunächst konnte er keinen Reisepass vorlegen, den er für den Grenzübertritt zwingend hätte dabei haben sollen. Auch machten sich Anzeichen für einen Drogenkonsum bemerkbar. Ein Test bestätigte diesen Verdacht und der Ukrainer musste zur Blutentnahme. Im Zuge der Anzeigenaufnahme wurde schließlich noch bemerkt, dass er schon vor über sechs Jahren seinen ukrainischen Führerschein in eine deutsche Fahrerlaubnis hätte umschreiben lassen müssen. Da dies nicht geschah, liegt zusätzlich ein Vergehen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor.

Weiter ging es am Dienstagvormittag wieder mit einem Drogenschmuggel. Es wurde ein Pärchen aus der nördlichen Oberpfalz kontrolliert. Hier konnte beim Beifahrer in seiner Unterwäsche eine kleine Menge Crystal Meth gefunden werden. Seine Freundin, die davon nichts wusste, war gar nicht begeistert davon, was wohl dann zu Hause noch für Ärger gesorgt haben dürfte.

Am Dienstagnachmittag wurde ein junger Mann aus Schwaben kontrolliert, der sich den Fahndern gegenüber recht undurchsichtig gab. Nähere Angaben zu seiner Reise nach Tschechien wollte er nicht machen, groß eingekauft hatte er auch nichts. Bei ihm wurde eine Fahrt unter Drogeneinfluss festgestellt, weshalb er zur Blutentnahme zu einem Arzt musste. Außerdem wurde sein BMW stillgelegt, da im Fahrzeug Papiere entdeckt wurde, wonach er schon vor mehreren Wochen bei der Zulassungsstelle eine neue Versicherung hätte nachweisen müssen. Da dies bislang nicht geschah, musste er sein Auto stehen lassen.

Einige Cannabissamen hatte dann am späteren Dienstagnachmittag eine junge Frau aus der Schweiz in ihrem Gepäck. Sie war gerade mit ihrem Freund auf dem Weg zu einem Kurzurlaub. Da die weiteren Drogentest negativ ausfielen, stand dem Urlaub nach der kurzen Anzeigenaufnahme nichts mehr im Wege.

Zwei Männer aus Thüringen müssen sich demnächst wegen des Besitzes von unzulässigen Elektroschockern aus Tschechien verantworten. Sie hatten sich diese Geräte während ihres Ausfluges ins Nachbarland gekauft, ohne sich vorher über die Zulässigkeit derselben zu informieren. Jeweils eine Anzeige nach dem Waffengesetz war jetzt die Folge.

Den Tagesabschluss am Dienstag machte dann wieder ein Pärchen aus Sachsen-Anhalt mit einem Drogenschmuggel. Die beiden wurden am Abend von einer Streife der Bundespolizei aus Bärnau kontrolliert. Da sie beide recht nervös wirkten, wurde ein Drogentest gemacht, der auch ein positives Ergebnis anzeigte. Bei der Fahrerin konnten dann bei der Durchsuchung bei den Schleierfahndern fast sechs Gramm Crystal Meth entdeckt werden, welches die Frau in ihrem Körper über die Grenze schmuggelte. Auch der Test zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit fiel zu ihren Ungunsten aus und auch sie musste zur Blutentnahme gebracht werden. Da die 21-Jährige angab, die Drogen auch für ihren Freund zu schmuggeln, bekamen beide eine Anzeige. Die Weiterfahrt musste den beiden erstmal untersagt werden.

Am Mittwochvormittag geriet ein Mann aus Tschechien in eine Kontrolle der Fahnder, die dann im Abschluss eigentlich die ganze Arbeitspalette der Schleierfahnder umfasste. Der Mann hatte an seinem Fiat einfach ein Kurzzeitkennzeichen aus dem Jahr 2015 angebracht, da er das Auto nach dem Kauf nach Tschechien überführen wollte. Das Geld für neue Kennzeichen hatte er sich anscheinend gespart. Der Fiat war demzufolge auch ohne Zulassung, nicht versichert und nicht versteuert unterwegs. Auch zeigte der Fahrer Anzeichen für einen Drogenkonsum, die durch einen Test belegt wurden. Eine Blutentnahme war wieder die Folge. Schließlich konnte ermittelt werden, dass gegen den 36-Jährigen ein aktuelles Fahrverbot bestand. Wegen einer früheren Fahrt unter Drogeneinfluss hätte er bereits im Herbst letzten Jahres seinen Führerschein für einen Monat abgeben müssen. Da dies nicht passierte, folgt jetzt eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Zu guter Letzt konnte unter dem Beifahrersitz im Fiat noch ein verbotener Elektroschocker gefunden werden, was ihm noch eine zusätzliche Anzeige nach dem Waffengesetz einbrachte.

Bericht: PI Waldsassen

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