Verkehrsunfall zwischen Traktor und Personenzug

HOCHWANG/LKR. GÜNZBURG. Heute Vormittag gegen 10.10 Uhr wollte der 83-jährige Fahrer eines Traktors in der Bahnstraße einen unbeschrankten Bahnübergang der Bahnstrecke Günzburg – Mindelheim überqueren.

Dabei übersah er einen in diesem Moment herannahenden Personenzug, welcher im Regionalverkehr eingesetzt war. Trotz einer sofort eingeleiteten Notbremsung konnte der Lokführer einen Zusammenstoß mit dem Traktor nicht mehr verhindern. Der Personenzug, welcher auf der eingleisigen Strecke aus Richtung Krumbach in Richtung Günzburg fuhr, prallte frontal gegen die vordere linke Fahrzeugseite des Traktors. Durch den Anprall wurde der Traktor gedreht und prallte dann mit dem Heckaufbau noch einmal gegen den Personenzug. Nach dem Anprall kam der Traktor in einem angrenzenden Feld zum Stillstand und kippte dort um.

Dessen Fahrer und einer von neun Fahrgästen des Personenzuges wurden leicht verletzt. Beide Verletzten kamen zur ärztlichen Versorgung in ein Krankenhaus. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hatte der 44-jährige Lokführer ausreichend vor dem Bahnübergang das geforderte Warnzeichen gegeben und die Geschwindigkeit ausreichend reduziert. Der Bahnübergang ist mit einem sogenannten Andreaskreuz gesichert.

Die Fahrgäste des Personenzuges, die nicht verletzt wurden, wurden mittels eines von der Deutschen Bahn beauftragten Busses weiter befördert. Da sowohl aus dem Personenzug als auch aus dem Traktor Betriebsstoffe austraten, wurde in Absprache mit dem Landratsamt Günzburg und dem Wasserwirtschaftsamt das betroffene Erdreich abgetragen und entsorgt.
Die Bahnstrecke ist aktuell noch gesperrt, da der Personenzug noch geborgen bzw. auf der Schiene abgeschleppt werden muss. Zudem sind Reparaturarbeiten am Gleis erforderlich.

Wie lange die Sperrung noch andauern wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Neben dem Rettungsdienst und der Polizeiinspektion Günzburg waren am Unfallort auch die Freiwillige Feuerwehr sowie ein Notfallmanager der Deutschen Bahn und die Bundespolizei eingesetzt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf mehr als 25.000 Euro geschätzt.

Bericht: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Bild: Symbolbild / medianews24

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