Sulzbach-Rosenberg – Hohes Bußgeld kann Handybenutzer offenbar nicht abschrecken

„Ablenkung“ ist nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für schwere Unfälle im Straßenverkehr. Aus diesem Grund hatte der Gesetzgeber erst im Herbst dieses Jahres die Bußgeldsätze für Kraftfahrzeugführer, die während der Fahrt sogenannte elektronische Geräte, die der Kommunikation, Information oder Organisation dienen, benutzten, von vormals 60 Euro auf nunmehr 100 Euro hochgesetzt.

Am Dienstagnachmittag (05.11.2017) schritten Beamte der örtlichen Polizeiinspektion einmal mehr zur Tat und errichteten in der Hofgartenstraße eine Kontrollstelle, die sich insbesondere diesem Phänomen widmete. Innerhalb von nur 2 Stunden mussten dabei 7 Fahrzeugführer beanstandet werden, 6 von ihnen telefonierten während der Fahrt mit einem Mobiltelefon, ein Fahrzeugführer verrichtete während der Fahrt sogar Arbeiten der Bürokommunikation mit einem auf dem Schoß liegenden Tablet-PC.

Alle Beanstandeten erwartet ein Bußgeldverfahren mit einem Ahndungssatz in Höhe von 100 Euro, Verwaltungsgebühren schlagen noch zusätzlich auf. Außerdem wird das Fehlverhalten im Fahrereignungsregister in Flensburg mit einem Punkt registriert.

Anzumerken bleibt, dass es der Polizei bei ihren Kontrollen nicht um das „Abkassieren“ des Bußgeldes geht. Vielmehr soll versucht werden, an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer zu appellieren, bedenke man doch, dass bei einer Geschwindigkeit innerorts von 50 km/h bei Unaufmerksamkeit für nur eine Sekunde knapp 14 Streckenmeter im Blindflug zurückgelegt werden.

Bericht: PI Sulzbach-Rosenberg

Bild: Symbolbild

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