Sicherheitsgespräch bei der Regierung von Niederbayern in Landshut

NIEDERBAYERN. Über eine positive Kriminalitätsentwicklung im Bereich des PP Niederbayern für 2017 konnte Polizeipräsident Josef Rückl bei der Regierung von Niederbayern berichten. Führungskräfte des Polizeipräsidiums Niederbayern trafen sich am Montag, 09.04.2018, mit Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Mitarbeitern der Regierung von Niederbayern in Landshut zum jährlichen Sicherheitsgespräch.

Auch 2017 war die Einsatzbelastung der niederbayerischen Polizei auf nahezu unverändert hohem Niveau. Neben den täglichen Anforderungen an die niederbayerischen Polizeibeamtinnen/-beamten waren im vergangenen Jahr auch wieder einige besondere Einsatz- und Veranstaltungslagen, wie beispielsweise die Unwetternacht und ihre Folgen im August, zu bewältigen.
Darüber hinaus sind insbesondere bei Großveranstaltungen, wie dem Straubinger Gäubodenvolksfest, der Landshuter Hochzeit oder den zahlreichen Weihnachtsmärkten ein Bündel an Präventivmaßnahmen erforderlich, die in enger Abstimmung mit den zuständigen Sicherheitsbehörden lageangepasst umgesetzt werden, um der latent vorhandenen Terrorgefahr Rechnung zu tragen.

„Trotz und gerade wegen dieser Herausforderungen ist Niederbayern weiterhin einer der sichersten Regierungsbezirke Bayerns“, betonte Polizeipräsident Rückl.

Bei der Kriminalitätsentwicklung ist im vergangenen Jahr erfreulicherweise ein deutlicher Rückgang der polizeilich registrierten Straftaten um 4.584 (-9,5%) auf insgesamt 43.437 Fälle zu verzeichnen (ohne Berücksichtigung der Delikte nach dem Aufenthalts-, Asyl- und dem Freizügigkeitsgesetz/EU).

Im Vergleich aller bayerischen Regierungsbezirke hat Niederbayern mit 3.562 die niedrigste Häufigkeitszahl (Bayern 4.533).
Dieser Wert stellt die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung dar und gibt die Anzahl der im Berichtsjahr erfassten Straftaten, gerechnet auf 100.000 Einwohner, wieder.

Die Aufklärungsquote liegt in Niederbayern mit 68,0% deutlich über dem Landesdurchschnitt von 64,4%. Somit kann das Polizeipräsidium Niederbayern, wie auch in den vergangenen Jahren, eine sehr gute Bilanz in der Kriminalitätsbekämpfung, insbesondere in der Aufklärung von Straftaten, aufweisen.

Schwerpunkte des Gespräches zwischen den Vertretern der Polizei und der Regierung von Niederbayern waren insbesondere auch die Kriminalitätsentwicklung durch Zuwanderer, die Wohnungseinbruchskriminalität, welche erfreulicherweise deutlich rückgängige Fallzahlen aufweist, die Gewaltkriminalität sowie die Maßnahmen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität.

Die Verkehrsunfallentwicklung wurde ebenfalls ausführlich erörtert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl der bei einem Verkehrsunfall Getöteten von 66 auf 83 Personen an, wobei 2016 vergleichsweise wenige Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang zu verzeichnen waren. Im 10-Jahresvergleich zeigt sich allerdings mit einem Rückgang von ca. 25% eine sinkende Tendenz auf.

Zum Abschluss des Sicherheitsgespräches betonte Polizeipräsident Josef Rückl, dass das Polizeipräsidium Niederbayern auch in Zukunft alles daran setzen werde, die objektive Sicherheit weiter zu erhöhen und das subjektive Sicherheitsgefühl der niederbayerischen Bevölkerung zu stärken. „Eine optimale Zusammenarbeit zwischen Bevölkerung, Politik und den Sicherheitsbehörden schafft die Basis für die sehr gute Sicherheitslage in Niederbayern“, so Polizeipräsident Rückl.

Regierungspräsident Haselbeck sagte diesbezüglich seitens der Regierung von Niederbayern seine vollumfängliche Unterstützung zu und bedankte sich abschließend für die aus seiner Sicht hervorragende Zusammenarbeit mit der niederbayerischen Polizei.

Bericht: Polizeipräsidium Niederbayern

Bild: Polizeipräsidium Niederbayern
Bildunterschrift von links nach rechts: Kriminaloberrat Reinhold Höng, Regierungsvizepräsident Dr. Helmut Graf, Polizeioberrat Josef Eckl, Polizeipräsident Josef Rückl, Leitender Polizeidirektor Manfred Gigler, Regierungspräsident Rainer Haselbeck, Sachgebietsleiter Sicherheit und Ordnung an der Regierung Alfons Völk, Polizeivizepräsident Anton Scherl, Kriminalhauptkommissar Harald Leeb

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