Schwandorf – Sicherstellung eines Hundes eskaliert

Gestern Nachmittag gegen 14.45 Uhr sprach eine Polizeistreife in Schwandorf in der Heinrich-Heine-Straße bei einem polizeibekannten Pärchen vor, um dort im Auftrag des Landratsamtes einen Hund sicherzustellen. Es war bekannt geworden, daß die 34-jährige arbeitslose Frau, gegen die seit mehreren Jahren ein Tierhalteverbot besteht, an eine französische Bulldogge gelangt war, deren Herkunft zudem noch zweifelhaft war.

Als die Polizeibeamten ihr und ihrem 26-jährigen Freund erklärten, daß der Hund nun in Quarantäne genommen werde, rasteten beide völlig aus. Sie drohten den Polizeibeamten, gegen sie Pfefferspray einzusetzen und andere Hunde auf sie zu hetzen. Zudem wurden sie extrem ausfällig. Sie unterstellten den Beamten behindert und zugekokste Bastarde zu sein. Der Veräußerin des Hundes drohten sie, noch um 21.30 Uhr sterben zu müssen. Auch gegenüber dem Tierheim, wo der Hund unterkam, kündigte die Frau unterschwellig Vergeltungsmaßnahmen an. Nichts desto trotz wurde dann, mit Unterstützung einer zweiten Streife, der Hund in Obhut genommen und dem Tierheim überstellt. Der 34-jährigen wurde der Gewahrsam angedroht, falls sie in irgendeiner Weise gegen andere tätig werden würde.

Bei der Überprüfung des Impfausweises des Hundes stellte sich dann noch heraus, daß die Frau, vermutlich zur Täuschung darüber, daß sie die Besitzerin des Hundes ist, eine Seite vor Übergabe an die Polizei herausgerissen hat. Hier erwartet sie ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung. Außerdem wurden beide wegen mehrfacher Bedrohung, Nötigung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.

Bericht: PI Schwandorf

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