Schiffshavarie im Bamberger Hafen

BAMBERG. Einen gehörigen Schrecken bekamen die 61 Passagiere und die 41 Crewmitglieder eines niederländischen Flusskreuzfahrschiffes, als sie am Mittwochabend den Hafen in Bamberg in Richtung Würzburg verlassen wollten.

Der 46-jährige rumänische Kapitän des 110 Meter langen Passagierschiffes schätzte nach dem Ablegen den Verlauf des Ufers im Hafenbecken II falsch ein. Als er bei einer Biegung zu nahe an die Uferböschung kam, leitete er ein falsches Manöver ein, was dazu führte, dass er mit der Steuerbordseite seines Buges auf der anderen Seite des Hafenbeckens mit einem am Kai festgemachten, leeren, 196 Meter langen, Schiffsverband aus Deutschland kollidierte. Auf einer Länge von etwa 70 Metern schrammte der Bug des Passagierschiffes entlang des Verbandes. Dabei wurden die Schiffswand und das Gangbord beschädigt und mehrere Festmachepoller herausgerissen. Aufgrund des Schadens am Frachtschiff kann dieses nicht wie geplant eine Ladung Weizen aufnehmen, sondern muss nun zur Reparatur eine Werft aufsuchen. Das Fahrgastschiff wurde im Bugbereich, weit oberhalb der Wasserlinie auf einer Länge von acht Metern erheblich beschädigt. Nach mehreren Testversuchen hinsichtlich der Manövrierfähigkeit durfte der Kapitän des Kreuzfahrschiffes kurz vor Mitternacht seine Reise fortsetzen. Ihn erwartet nun ein Bußgeldverfahren. Der Schaden dieser Havarie dürfte bei weit über 100.000 Euro liegen.

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