Oberpfalz – Fünfte Jahreszeit begann für die Polizei sehr arbeitsreich

Die Polizeidienststellen aus Amberg und Weiden meldeten gestern mehrere Einsätze mit angetrunkenen Personen.

Hier die einzelnen Meldungen:

WEIDEN.

Betrunken von Unfallstelle geflüchtet

Eine 44-jährige Weidenerin steht im Verdacht, am Samstag, gegen 22:15 Uhr, im Bereich Hinter der Bahn in Weiden im alkoholisierten Zustand einen Unfall verursacht und sich anschließend entfernt zu haben. Zunächst stieß sie mit ihrem Pkw gegen das geparkt stehende Auto eines 63-jährigen Weideners. Ohne sich um den Vorfall zu kümmern entfernte sie sich von der Unfallstelle. Im Zuge der Fahndung konnte sie schließlich aufgrund eines Zeugenhinweises in einer Gaststätte in der Frauenrichter Straße angetroffen werden. Bei einem Alkotest ergab sich ein Wert von 1,94 Promille, weshalb auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Weiden eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Zudem wurde der Führerschein der Dame sichergestellt. Der von ihr verursachte Fremdschaden beläuft sich auf ca. 600 Euro, die Fahrerin blieb bei dem Unfall unverletzt.

Betrunkene Jugendliche und Randale vor Weidener Disko

Im Verlauf eines eigentlich eher „einfachen“ Einsatzes musste sich die Weidener Polizei am Sonntag, gegen 04:20 Uhr, noch mit zwei Streitigkeiten anderer Diskothekengäste auseinandersetzen. Zunächst wurde vom Sicherheitspersonal der Disko eine 15-jährige aus Weiden gemeldet, die am Eingang festgehalten werde. Beim Eintreffen der Polizei wurde ein weiterer, ebenfalls 15-jähriger Weidener festgestellt. Die Beamten führten bei beiden einen Alkoholtest durch, der bei dem Mädchen einen Wert von 0,8 Promille, bei dem Jungen 0,9 Promille ergab. Ob die beiden Jugendlichen auch in der Diskothek waren und warum sie sich um diese Zeit überhaupt dort aufhielten, muss noch geklärt werden. Sie wurden im Anschluss an ihre Eltern übergeben. Auf dem Weg dorthin zeigte der junge Mann noch eine Beleidigung durch einen Unbekannten an. Er wäre angeblich von einem Türsteher zum „Maul halten“ aufgefordert worden, was er als ehrverletzend ansah. Bislang liegt jedoch kein konkreter Hinweis auf den Täter vor. Im Beisein der Beamten trugen dann noch zwei weitere Personen, ein 23-jähriger und ein 26-jähriger, ihre in der Disko begonnene Streitigkeit mit Fäusten aus, nachdem sie von den Türstehern nach draußen befördert worden waren. Der jüngere der beiden Weidener streckte seinen älteren Kontrahenten mit einem Faustschlag nieder, wobei dieser leicht verletzt wurde. Gegenüber der Polizei zeigte man sich aber als „best friends“, feierte Versöhnung und verneinte jegliches Interesse an einer Verfolgung der Tat.

Betrunken im Rettungswagen randaliert

Ein 21-jähriger syrischer Asylbewerber war am Samstag, gegen 06:30 Uhr, im Bereich Weigelstraße in Weiden angeblich mit drei bislang unbekannten Männern in Streit geraten. Der Grund dafür liegt noch im Dunklen. Vermutlich ohne Fremdbeteiligung stürzte der im Bereich Kronach wohnhafte, stark alkoholisierte junge Mann hierbei, weshalb der Rettungsdienst angefordert wurde. Im Rettungswagen fing er dann zu randalieren an, weshalb zur Unterstützung des Sanitätspersonals auch noch die Polizei hinzugezogen werden musste. Derzeit liegen noch keine Hinweise auf Straftaten vor, der Randalierer wurde zur Untersuchung und Behandlung ins Klinikum Weiden verbracht.

 

AMBERG:

Am Samstag, kurz nach Mitternacht, beobachteten Zeugen einen Mann, welcher sich in der Asamstraße neben einem geparkten Pkw übergab und anschließend den Außenspiegel des Pkw abschlug. Nachdem die verständigten Polizeibeamten bei dem inzwischen im Mosacherweg befindlichen Mann die Personalien feststellen wollten leistete dieser erheblichen Widerstand. Während der Widerstandshandlung biss der Mann einem Polizeibeamten in den Finger. Nach der anschließenden Fesselung des Mannes wurde dieser zur Ausnüchterung zur Polizeiinspektion verbracht. Dort wurde nach Anordnung durch die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme durchgeführt. Den 22-jährigen russischen Aussiedler erwarten Strafverfahren wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Sachbeschädigung.

Bei einer Verkehrskontrolle in der Kastler Straße am Samstag, um 03.30 Uhr, wurde bei einer 20-jährigen Autofahrerin aus Kümmersbruck ein Atemalkoholwert von 1,6 Promille festgestellt. Bei der Frau wurde im Anschluss eine Blutentnahme durchgeführt. Ihr Führerschein wurde sichergestellt. Einen deutlich höheren Wert von 2,4 Promille stellten Polizeibeamte am Sonntag, um 05.25 Uhr, bei der Kontrolle eines 37-jährigen irischen Staatsangehörigen in der Bayreuther Straße fest. Der Mann fiel zuvor durch unsichere Fahrweise auf. Sein Führerschein wurde ebenfalls vor Ort sichergestellt sowie eine Blutentnahme durchgeführt. Beide Fahrzeugführer erwartet ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr.

Berichte: PI Amberg und PI Weiden

+++ Copyrightinformation: Alle Bilder, Audiobeiträge und Videos unterliegen dem Urheberrecht. Privates teilen ist erlaubt. Eine kommerzielle Nutzung nur zu den vereinbarten Konditionen. Anfragen hierzu können gerne unter der im Impressum genannten Mailadresse gestellt werden. Hinweis: Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.