Flucht vor Kontrolle endet in Garage – Fahrer lebensgefährlich verletzt

GERZEN, LKRS. LANDSHUT. Autofahrer flüchtet vor Polizeikontrolle und rast in Garage. Der Fahrer wird dabei lebensgefährlich verletzt, seine mitfahrende Tochter leicht. Beide waren alkoholisiert.

Tragisch endete die Heimfahrt eines 49jährigen Mannes und seiner 15jährigen Tochter. Beide waren am Sonntag, 04.03.2018, gegen 01.51 Uhr mit dem Hyundai iX55 des Mannes in Frontenhausen unterwegs, als sie einer Streife der Polizei Dingolfing durch ihre überhöhte Geschwindigkeit auffielen. Als die Polizisten sich hinter dem Hyundai befanden, gaben sie dem Fahrer mittels Blaulicht und optischem Haltesignal die Aufforderung zum Anhalten. Das Fahrzeug verlangsamte die Fahrt und schien anhalten zu wollen. Plötzlich wurde es jedoch erheblich beschleunigt und flüchtete. Die Polizeistreife nahm daraufhin die Verfolgung auf. In Aham entschieden sich die Beamten jedoch die Verfolgung abzubrechen, da der Hyundai mit über 130 km/h durch die Ortschaft fuhr. Kurze Zeit später verloren die Beamten den Blickkontakt zu dem Fahrzeug. Auch in Gerzen konnten sie zunächst das Fahrzeug nicht feststellen. Erst durch einen Anrufer erhielt die Polizei dann Kenntnis, dass das geflüchtete Fahrzeug in eine Garage in der Frontenhausener Straße gerast war. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass der Fahrer an der dort rechtwinklig abknickenden Vorfahrtsstraße mit ganz offensichtlich hoher Geschwindigkeit gerade ausgefahren, gegen einen dort stehenden massiven Betonpoller geprallt, in die dort stehende Garage gefahren war und das darin befindliche Fahrzeuge durch die Wucht des Aufpralls durch die hintere Wand geschoben hatte. Der Garagenbau, bestehend aus mehreren Garagen und Gewerberäumen, wurde dabei schwer beschädigt und von der Polizei bis zur Begutachtung durch einen Sachverständigen zunächst für das Betreten von Personen gesperrt. Das in der Garage abgestellte Fahrzeug erlitt einen Totalschaden.

Durch die Feuerwehr Gerzen musste der Fahrer dann in einer aufwändigen Aktion mittels Rettungsschere aus dem Fahrzeug befreit werden. Vom Notarzt wurden unmittelbar reanimierende Maßnahmen eingeleitet. Die Tochter des Fahrers hatte zur Erleichterung der Rettungskräfte nur leichte Verletzungen. Sie wurde durch den Rettungsdienst in das Krankenhaus Vilsbiburg verbracht. Der Mann wurde nach erfolgreicher Reanimation mit dem Rettungshubschrauber mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Klinikum Regensburg geflogen. Dort kämpfen die Ärzte derzeit noch um sein Leben.

Nach den Feststellungen vor Ort war der Fahrer nicht angeschnallt. Sowohl er, wie auch seine Tochter waren offensichtlich alkoholisiert. In Absprache der Polizei mit der Staatsanwaltschaft Landshut wurde die Erstellung eines unfallanalytischen Gutachtens angeordnet. Der Gesamtschaden beläuft sich auf geschätzt über 100000,- Euro.

Bericht: Polizeipräsidium Niederbayern

Bild: Symbolbild / medianews24

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