Bruck in der Oberpfalz – „Betonflut eindämmen“

„Betonflut eindämmen“,so lautet die Botschaft des Volksbegehrens welches die GRÜNEN gemeinsam mit der ödp und der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft“ zur Zeit auf den Weg bringen wollen

Markrat Manfred Pfauntsch berichtete, dass In Deutschland aktuell täglich 60-70 ha Boden versiegelt werden. Bayern beteiligt sich daran mit 10-15 ha. Eine unvorstellbare Fläche finden die Brucker Grünen. Dass auch Bruck dazu seinen unrühmlichen Beitrag leistet, berichtete Pfauntsch mit einem konkreten Beispiel aus der letzten Marktratssitzung. Ohne Not wurde ein bereits beschlossenes Aufstellungsverfahren für einen Bebauungsplan im Außenbereich von Sollbach geändert. Um das laufende Verfahren zu beschleunigen, hat hier die Verwaltung die Anwendung des zwischenzeitlich neu beschlossenen Paragraphen 13b des BauGB vorgeschlagen. In diesem höchst umstrittenen und von allen namhaften Umweltverbänden stark kritisierten Paragraphen, das für Gemeinden mit akuter Wohnungsnot eingeführt worden ist, werden Umweltprüfungen und Ausgleichs-maßnahmen umgangen. Vehement hatten sich die Grünen in der Sitzung gegen die Anwendung dieses Gesetzes gewehrt, da in Bruck eher ein Leerstandsproblem vorhanden sei. Dieses wird seit Jahren seitens der Verwaltung nicht angegangen. Alle Fraktionen jedoch haben sich gegen diese Argumentation gestellt und dieses unsinnige vereinfachte Verfahren genehmigt. „Während der Brucker MDL Hanisch -zu Recht- im Landtag gegen die Umweltzerstörende Gesetzgebung der CSU schimpft, wendet der FW Bürgermeister und der gesamte Marktrat genau solche Gesetze an, um in Bruck Außenbereiche in Bauland zu verwandeln!“ ärgert sich Pfauntsch. Bürger, die sich gegen diesen sorglosen Umgang mit Natur und landwirschaftlichen Flächen wehren wollen, können sich bei den beiden Vorsitzenden in die Unterschriftslisten des Volksbegehrens eintragen.

MR Rudi Sommer zeigte sich hoch erfreut, dass in Bruck eine Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von 1500 kWp entstehen soll. Für Bruck bedeutet das einen großen Schritt hin zu mehr Umweltschutz und weniger CO2 in der Atmosphäre. Der Zubau an regenerativen Energien bedeute aber auch die Notwendigkeit von Stromspeichersystemen, um die Schwankungen der regenerativen Energien ausgleichen zu können. So können die fossilen Energien langfristig komplett überflüssig werden.

Leider sei es aber so, dass besonders die Nutzung der Windenergie durch die bayer. Staatsregierung ausgebremst wird, das sei verantwortungslos gegenüber den kommenden Generationen, weil diese am extremsten unter den Klimaveränderungen leiden werden. Um letztlich eine 100 %- Versorgung mit erneuerbaren Energien zu erreichen, muss deutlich mehr getan werden, so Rudi Sommer. Die Pariser Klima-Zusagen, die den lebensbedrohlichen Klimawandel abmildern sollen, können mit Verhinderungsparteien nicht erreicht werden.
Auf Unverständnis stieß insofern das Verhalten des Bürgermeisters, der sich als Windkraft-Gegner outete, indem er versuchte das Thema Windenergienutzung für Bruck endgültig zu begraben, was der Marktgemeinderat erfreulicherweise gegen die einzige Stimme des Bürgermeisters ablehnte. Das Thema Windenergie bleibt damit weiter auf der Agenda der Marktgemeinde. Sobald es auch in wirtschaftlicher Hinsicht interessant wird im Gemeindebereich Windkraftanlagen zu errichten, muss das wieder auf die Tagesordnung. Die GRÜNEN werden hier Augen und Ohren offenhalten und bei passender Gelegenheit aktiv werden.

Bericht: Rudi Sommer

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