Blick auf die dicken Brummer

 

Einen tragischen Verkehrsunfall, der sich gestern auf der A 3 bei Würzburg ereignet hatte, nahm die Erlanger Verkehrspolizei zum Anlass, heute wieder einmal besonders streng auf die Zunft der Fernfahrer zu blicken.
Das begann bereits um 02.12 Uhr nachts, als eine Streife auf der A 73, zwischen Fürth und Erlangen einen Sattelzug aus Weißrussland anhielt. Der 37-jährige Kraftfahrer hatte eine Fahne und ein Alkotest ergab, dass er 0,72 Promille intus hatte. Da waren 450,-€ Sicherheitsleistung fällig und die Fahrt war bis zur vollständigen Ausnüchterung beendet.
Kurz vor 07.00 Uhr fiel ein slowakischer Sattelzug auf der A 3, zwischen Höchstadt-Ost und Pommersfelden auf, da der ukrainische Fahrer keinen ausreichenden Sicherheitsabstand einhielt. Dafür waren 100,- € fällig.
Um 08.30 h erwischten die Beamten auf demselben Streckenabschnitt einen slowakischen Lkw-Fahrer, der sich während der Fahrt mit dem Handy am Ohr angeregt unterhielt. Eine Stunde später musste ein rumänischer Fernfahrer 100,- € entrichten, da er mit seinem 40-Tonner zwischen Höchstadt und Erlangen verbotswidrig überholte.
Um 10.00 Uhr zog eine Streife zwischen Erlangen und Höchstadt einen um über 40 % überladenen Klein-Lkw aus dem Verkehr. Der tschechische Kraftfahrer hatte nicht nur überladen, sondern seine Ladung auch unsicher verstaut.
Eine Stunde darauf musste ein türkischer Kraftfahrer 1000,- € bezahlen, da er auf seiner Tour von Istanbul nach Deutschland und zurück, seine Ruhezeiten ausfallen ließ und zudem die Aufzeichnungen verfälscht hatte.
Bis 15.00 Uhr wurden noch sechs weitere Kraftfahrer beanstandet, die zu schnell, zu dicht, zu lang, zu schwer oder zu kontaktfreudig unterwegs waren. Auch wenn es sich bei den 12 Aufgriffen „lediglich“ um Ordnungswidrigkeiten handelte, blieb festzuhalten, dass das der Stoff war, aus dem Auffahrunfälle gemacht werden.
Die Erlanger Verkehrspolizei wird den Blick auch zukünftig nicht senken…

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