Betrug durch falsche Polizeibeamte mit hohem Beuteschaden in zwei Fällen – München-Maxvorstadt und Isarvorstadt

Fall 1:

In den Abendstunden des Dienstag, 21.11.2017, meldete sich ein bislang unbekannter Täter bei einem 90-Jährigen und überzeugte diesen in üblicher Manier (Einbrecherlegende), dass er zur Sicherung seiner Wertgegenstände diese an die Polizei zur Aufbewahrung übergeben solle. Als Übergabeort wurde daraufhin die Elisenstraße in der Münchner Innenstadt vereinbart.

Die Übergabe erfolgte schließlich am Mittwoch, 22.11.2017, gegen 10.50 Uhr. Der 90-Jährige übergab Bargeld sowie Goldmünzen im Gesamtwert von mehreren Zehntausend Euro an einen Abholer, welcher ihm ein zuvor vereinbartes Kennwort nannte und die Wertsachen anschließend an sich nahm.

Anschließend wurde der 90-Jährige über Telefon von dem ursprünglichen Anrufer in die Fußgängerzone in der Münchner Innenstadt dirigiert. Dort konnte der 90-Jährige noch den zuvor getroffenen Abholer in Begleitung zweier weiterer unbekannten Personen auf dem Weg in Richtung Karlsplatz feststellen und wandte sich daraufhin an die Polizei.

Täterbeschreibung:
Abholer:
Männlich, 28 Jahre alt, 185 cm groß, schlank (hagere Gestalt), schmales Gesicht, südosteuropäischer Typ, trug einen Bart; bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke und Kapuze (auffälliger Pelzrand, ca. 8 cm). Er trug die Kapuze auf dem Kopf.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, AG-Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen

Fall 2:

Ebenfalls in den Abendstunden des Dienstag, 21.11.2017, erhielt ein 77-Jähriger einen Anruf, worin ihm mitgeteilt wurde, dass angeblich bei einer Kontrolle bulgarische Täter festgenommen worden wären, die seinen Namen und Adresse in einem Notizbuch mitgeführt hätten.

Am darauffolgenden Vormittag, gegen 10.00 Uhr, wurde der 77-Jährige erneut kontaktiert und unter Vorspiegelung einer erhöhten Gefährdungslage aufgefordert, sämtliche Wertgegenstände an einen „verdeckten Ermittler“ zur sicheren Verwahrung zu übergeben.

Der 77-Jährige sollte dazu mit seinem Pkw auf einen Parkplatz in die Moosacher Straße fahren, wo der bereits angekündigte Abholer auf ihn warte. Diesem übergab der 77-Jährige schließlich gegen 12.30 Uhr, Gegenstände und Bargeld im Wert von mehreren Zehntausend Euro. Auch der 77-Jährige wurde anschließend über sein Mobiltelefon durch München dirigiert. Er realisierte schließlich jedoch die Situation und verständigte die Polizei.

Täterbeschreibung:
Abholer:
Männlich, 20-30 Jahre alt, ca. 190 cm groß, schlank, kurze schwarze Haare, Bartträger; bekleidet mit blauem Trainingsanzug.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Münchner Stadtteil Milbertshofen im Bereich der Mossacher Straße / Einmündung Landshuter Allee (Parkplatz gegenüber dem Leonardo Hotel, Moosacher Straße 90) verdächtige Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Betrug durch „falsche Polizeibeamte“ stehen könnten?
Sachdienliche Hinweise bitte an das PP München, KFD 3, Tel. 089/2910-0, oder jede andere Polizeidienststelle.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, dass sie die Angerufenen über vermeintliche Einbrüche in der Nachbarschaft informieren. Sie behaupten, dass sie deshalb in der Wohnung mögliche Geld- bzw. Schmuckbestände kontrollieren müssten.
Vergewissern Sie sich bitte durch einen Rückruf bei einer Polizeidienststelle, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte. Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.

Bericht: Polizeipräsidium München

Bild: Symbolbild / medianews24

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