Bergwanderer (53) stürzt im Steinernen Meer in den Tod

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE, LKR. BERCHTESGADENER LAND. Rund 120 Meter weit stürzte ein Bergwanderer am gestrigen Donnerstag, 1.März 2018, an der „Sigeretplatte“ im Steinerner Meer ab. Für den 53-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Zwei norddeutsche Bergsteiger, Vater und Sohn, starteten am 27. Februar zu einer mehrtägigen Schneeschuhtour im Steinernen Meer, wobei sie zuerst über die Saugasse zum Kärlingerhaus aufstiegen. Nach Übernachtung im Winterraum gingen sie am 28. Februar weiter zum Ingolstädterhaus, wo sie wiederum die Nacht verbrachten.

Am Morgen des 1. März stiegen die Bergsteiger dann gegen 08.00 Uhr mit ihren Schneeschuhen über das Hundstodgatterl zum Trischübel ab. Von hier folgten sie dem Sommerweg in Richtung Sigeretplatte. Im immer steiler werdenden Gelände zogen sie ihre Schneeschuhe aus. Teilweise hielten sie sich an vorhandenen Sträuchern fest, wobei der vorausgehende Sohn feststellte, dass ein weiteres Absteigen kaum mehr möglich war.

Fast zeitgleich hörte er ein Geräusch und sah den Vater im steilen Schneefeld an sich vorbeirutschen. Dieser versuchte noch, sich an einzelnen Ästen festzuhalten, was aber misslang. Der Mann stürzte rund 120 Meter über die steile Felswand unter der Sigeretplatte bis zum Wandfuß ab.

Die Leiche des 53-Jährigen, der aus einer kleinen Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) stammt, wurde von einem Bergwachtmann und einem Polizeibergführer mithilfe des Polizeihubschraubers „Edelweiß“ geborgen und zum Landeplatz am Parkplatz Königssee geflogen.

Bericht: Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Bild: Symbolbild

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