Autofahrerin verursacht Verkehrsunfälle

KEMPTEN und LINDENBERG, LKR. LINDAU. Eine Autofahrerin gefährdete heute Vormittag mehrere Verkehrsteilnehmer und verursachte Verkehrsunfälle. Im Anschluss flüchtete sie zu Fuß. Medizinische Ursache nicht ausgeschlossen. Geschädigte sollen sich melden.

Kurz vor 9 Uhr wurden Streifenbeamte der Kemptener Polizei auf einen Vorfall aufmerksam gemacht. Demnach befuhr die Fahrerin eines weißen Kastenwagens in Kempten die Lenzfrieder Straße und bog nach links auf den Schumacherring ein. Glücklicherweise konnte ein entgegenkommender bevorrechtigter Autofahrer einen Frontalzusammenstoß vermeiden.
Die Autofahrerin fuhr auf den Schumacherring entgegen der erlaubten Fahrtrichtung als Falschfahrerin weiter in Richtung Illerbrücke. Kurz vor dieser kam es zu einem Streifzusammenstoß mit einem anderen Auto, wobei glücklicherweise nur geringer Sachschaden entstand.

Außerdem wurde bekannt, dass sich die Fahrerin auf dem Adenauerring Höhe Feilbergstraße zwischen einem wartenden Lkw und Pkw „durchgequetscht“ hatte und diese dabei beschädigte. Zuvor hatte sie Fahrzeuge gefährlich geschnitten.

Rund eine Stunde später fiel der Kastenwagen bei Lindenberg erneut auf.
Dort befuhr er die B308 und kam aus noch unklaren Gründen nach links von der Fahrbahn ab. Nach derzeitigem Kenntnisstand ungebremst touchierte der Wagen zunächst einen Leitpfosten und in der Folge einen auf dem angrenzenden Parkplatz geparkten Pkw. Die Verursacherin verließ daraufhin ihr Fahrzeug und entfernte sich zu Fuß.

Zur Unterstützung der bereits laufenden Fahndung waren bereits ein Polizeihubschrauber alarmiert und mehrere Beamte zusammengezogen. Beamte der Lindenberger Polizei konnten die Fahrerin nach mehreren hundert Metern stellen, wobei sie erheblichen Widerstand leistete. Sie selbst wurde hierbei leicht verletzt. Zwischenzeitlich wurde die Frau vom Rettungsdienst und Beamten der Operativen Ergänzungsdienste Kempten in ein Krankenhaus eingeliefert und dort untersucht. Zum Zwecke der weiteren strafrechtlichen Ermittlungen wurde ihr eine Blutprobe entnommen.
Trotz der genannten Fahrweise kam es glücklicherweise zu keinen Personenschäden Dritter. Der Sachschaden dürfte insgesamt bei mehreren zehntausend Euro liegen.

Durch die Verkehrspolizei Kempten wurde die Gesamtermittlung übernommen. In deren Mittelpunkt dürfte der Grund für die gefährliche Fahrweise liegen; eine medizinische Ursache kann bislang nicht ausgeschlossen werden. Die Beamten bitten darum, dass sich geschädigte oder gefährdete Verkehrsteilnehmer unter der Rufnummer (0831) 9909-2050 melden.

Bericht: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

Bild: Symbolbild / medianews24

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